14.05.2018

Kochen und diskutieren mit Ministerin Julia Klöckner

„Noch etwas zu lasch!“, findet Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, als sie ihren Kräuterdipp für die Käsetaler abschmeckt. Mit der Pfeffermühle wird ordentlich nachgewürzt. Zusammen mit Hobbykoch Ralf Steindorf (Rosendahl), Osnabrücks Weihbischof Johannes Wübbe, Edith Thier (Haus der Familie) und Uwe Slüter (Kolpingwerk Münster) schwangen die Vier im „Haus der Familie“ in Münster für etwa 30 Teilnehmende die Kochlöffel.

Unter dem Thema „Friede, Freude, Eierkuchen – wenn der Glaube Frieden stiftet und Gesellschaft gestaltet“ wurde bei der Veranstaltung des Kolpingwerkes auf dem Katholikentag munter zwischen Abschmecken und Zubereitung weiterer Fingerfoods geredet und diskutiert.

Weihbischof Johannes Wübbe aus Osnabrück betonte die Wichtigkeit von Begegnung und gemeinsamen Glaubenserfahrungen mit Menschen aus der ganzen Welt. Gerade aus seinen Erlebnissen in der Jugendarbeit beim BDKJ, den Begegnungen bei Weltjugendtagen und bei Katholikentagen könne man Verständnis und gegenseitigen Respekt spüren. Hierbei stifte der Glaube Angebote für Verständnis und Frieden.

„Solidarität, Subsidiarität und Personalität sind die Grundpfeiler katholischer Soziallehre. Diese sind immer wieder Motivation, Gesellschaft zu gestalten, auch für uns im Kolpingwerk“, so Diözesangeschäftsführer Uwe Slüter. Dies bestätigte Ministerin Klöckner, betonte aber auch auf die Wichtigkeit der Weiterbildung für engagierte Menschen, die sich für die Gesellschaft und das Miteinander einsetzen.

Hier verwies Edith Thier auf die besonderen Bildungsangebote ihres Hauses. Gerade die interkulturellen Angebote findet sie wichtig bei der Integration und Verständigung der Religionen. „Sehr gute Erfahrungen haben wir bei der Drei-Religionen-Grundschule des Bistums Osnabrück gemacht“, so Weihbischof Johannes Wübbe. „Man muss nicht immer nach großen landesweiten Konzepten schauen, sondern die Möglichkeiten vor Ort individuell in den Blick nehmen. Hierfür sollte die Akzeptanz geschaffen werden.“ So bleibt das Resümee: Es braucht Rahmenbedingungen, um Gesellschaft aus dem Glauben heraus gestalten zu können. Dies muss aber immer mit Bezug auf die örtlichen Gegebenheiten erfolgen.

Text: Daniel Fissenewert
Fotos: Norbert Faltin

„Ernährungs-Ministerin“ Julia Klöckner rät zum Nachwürzen. Uwe Slüter greift beim Kolping-Kochen zur großen Pfeffermühle.zoom
„Ernährungs-Ministerin“ Julia Klöckner rät zum Nachwürzen. Uwe Slüter greift beim Kolping-Kochen zur großen Pfeffermühle.
Friede Freude Eierkuchenzoom
Friede Freude Eierkuchenzoom
 
 

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