03.05.2018

„Upgrade…unser Weg in die Zukunft"

Zukunftsprozess des Kolpingwerkes Deutschland nimmt im Diözesanverband Münster Fahrt auf / Coesfeld und Wildeshausen Gastgeberorte


Auf seiner bundesweiten Tour nahm am Samstag, 14. April in Coesfeld sowie am Samstag, 28. April in Wildeshausen / Oldenburg das Kolping-„Upgrade…unser Weg in die Zukunft“ mit zwei von 20 regionalen Zukunftsforen auch im Diözesanverband Münster Fahrt für den Zukunftsprozess des Kolpingwerkes Deutschland auf. In Coesfeld diskutierten rund 130 Kolpinger aller Altersgruppen über die Neuausrichtung und Öffnung des Kolpingwerkes.

Vierzehn Tage später machten sich 40 Kolpinger nach Wildeshausen im Oldenburger Land auf. Dort konnten auch Interessenten aus der Diözese Osnabrück und sogar ein Teilnehmer aus Lindau am Bodensee begrüßt werden.

„Der hohe Beteiligungsgrad am bundesweiten Regionalforum mit gesamt etwa 170 Teilnehmenden aus dem Diözesanverband Münster freut mich sehr. Es waren definitiv zwei gewinnbringende Tage mit vielen tollen Impulsen“, resümierte Kolping-Geschäftsführer Uwe Slüter vom heimatlichen Diözesanverband Münster.

Erfreut zeigte er sich auch darüber, dass in Coesfeld die Kolpingjugend aus dem Diözesanverband mit gut 50 Personen an der Zukunft des Verbandes mitgestalten wollte. Die Jüngeren teilten mit den älteren Kolpingern das Anliegen, dass das Kolpingwerk auch zukünftig als attraktiver und relevanter Verband wahrgenommen werden solle.

Die am 28. April zu Ende gegangenen insgesamt 20 Regionalforen in Deutschland haben bereits interessante Ergebnisse geliefert. Auch in Coesfeld und Wildeshausen brachten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Erfahrungen und persönliche Meinungen unter reger Beteiligung in die Diskussion mit ein.

Moderatoren

Die Moderation des Tages in Coesfeld übernahmen Anna-Maria Högg (Bundesleiterin Kolpingjugend) und Christoph Düroth (Diözesanverband Köln). Vom Bundesverband war Manuel Hörmeyer (stellvertretender Bundesvorsitzender) zu Gast.

Markus Silies, seit 1. April neuer Landessekretär in der Kolping-Region Norddeutschland, und Maria Kraft, Leiterin des Kolping-Bildungszentrums in Schweinfurt, moderierten das Regionalforum in Wildeshausen.

Inhaltlich erörterten die Teilnehmenden jeweils u. a. diese komplexen Fragestellungen:

  • Die größten Stärken von Kolping?
  • Die größten Herausforderungen von Kolping?
  • Welche Änderungen müssen erfolgen, um die Zukunftsfähigkeit des Verbandes zu steigern?

Hierzu gab es Rückmeldungen, hier nur kurz als Schlagworte definiert:

  • Mehrere Generationen und internationale Verflechtung beibehalten und ausbauen.
  • Mehrwert aufzeigen und Pluralität forcieren.
  • Image deklarieren und Offenheit anbieten.

Im weiteren Schritt wurden einige Ergebnisse der Mitgliederumfrage aus 2017 vorgestellt. Thema war u. a. wer Leitungsfunktionen im Kolpingwerk übernehmen darf und ob dies auch für Nicht-Christen offen sein solle. Zudem die Frage, wieviel Heimat Kolping in der Gemeinde, in der Gesellschaft bieten kann.

Hohe Beteiligung und Mut zur Veränderung

Um den gemeinsamen Austausch zu fördern, kamen während der Regionalforen vielfältige Methoden zum Einsatz: Während Einzelreflexionen konzentriert abliefen, wurde im Zuge von Gruppenarbeiten lebhaft diskutiert und meinungsfreudig füllten sich viele Plakatwände mit Argumenten. Auch Fragen zur Struktur der Ebenen wurden erörtert. 20 Thesen auf den Pinnwänden wurden anschließend nach Wichtigkeit der Teilnehmenden bewertet.

Fazit?

Nachdem einige Personen nach eigener Aussage eher skeptisch angereist waren, erlebten alle Teilnehmenden, dass ihre Ideen und Wünsche gehört wurden und sie aktiv am Zukunftsprozess mitwirken können. Eine gute Motivationsbasis für dessen weitere Entwicklung und die künftigen Ausgestaltungen in den Kolpingsfamilien.
Einig waren sie sich dabei vor allem in einem Punkt: Auch wenn es Mut zu notwendigen Veränderungen braucht, wird das Kolpingwerk weiterhin Gesellschaft und Kirche mitgestalten. Der Zukunftsprozess wird gelingen, denn: „Kolping lebt!“


• Resümee des Bundesverbandes und Bildergalerie:

http://www.kolping.de/presse-medien/presse/news-archiv/news-details/news/kolping-upgrade-das-wars-noch-lange-nicht/


Text: Rita Kleinschneider / Daniel Fissenewert / Kolping Bundesverband
Fotos: Daniel Fissenenwert

Regionalforum Coesfeldzoom
Regionalforum Coesfeld
Regionalforum Coesfeldzoom
Regionalforum Coesfeld
Regionalforum Coesfeldzoom
Regionalforum Coesfeld
Regionalforum Wildeshausenzoom
Regionalforum Wildeshausen

Gut zu wissen

Mit den bundesweit stattfindenden Regionalforen hat der 1850 gegründete Sozialverband ein interaktives Format entwickelt. Es ermöglicht allen interessierten Mitgliedern, im Rahmen eines vom Bundesvorstand angestoßenen Zukunftsprozesses zu Wort zu kommen. Die Veranstaltungen leiten dabei die zweite Phase des Erneuerungsprozesses „Kolping Upgrade... unser Weg in die Zukunft“ ein, der bereits in 2017 mit einer Mitgliederumfrage gestartet war. Eine konkrete Marschrichtung für die zukünftige Verbandsentwicklung soll dann im Jahr 2020 durch die Bundesversammlung beschlossen werden

 
 

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