22.06.2016

Team „RESPEKT - Mach Dein Ding!“ für Nottuln und Baumberge stellt sich vor

Mit einem Pressegespräch am Dienstag (21.6.) stellten sich Johanna Frenk, Doris Schmitz und Jan Wegeng als Ansprechpartner für den Standort Nottuln und die Baumbergeregion vor.

Schwer erreichbare Jugendliche und junge Erwachsene in schwierigen Lebenslagen unterstützen und sie (zurück) auf den Weg in Bildungsprozesse, in Maßnahmen der Arbeitsförderung, in Ausbildung oder Arbeit holen. Das ist das Ziel des neuen Pilotprogramms „RESPEKT“ welches das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im Herbst 2015 initiiert hat. Maßgeblichen Anteil an der Umsetzung des Programms hat MdB Karl Schiewerling. Der Abgeordnete hat sich über viele Jahre für ein solches Förderinstrument stark gemacht und kämpft jetzt dafür, die Förderung auch gesetzlich abzusichern. Damit gäbe es für diese jungen Menschen, über das Pilotprojekt hinaus, eine langfristig angelegte Förderung.

Das Kolping-Bildungswerk Diözesanverband Münster GmbH ist eines von bundesweit insgesamt 18 Pilotprojektträgern, die das BMAS bis zum 31. Dezember 2017 unterstützt. Als einziges im ländlichen Raum, wird „RESPEKT“ nach und nach in den Orten Coesfeld, Dülmen, Lüdinghausen, Nottuln und im Mittelzentrum Münster an den Start gehen.

Mit einem Pressegespräch am Dienstag (21.6.) stellten sich Johanna Frenk, Doris Schmitz und Jan Wegeng als Ansprechpartner für den Standort Nottuln und die Baumbergeregion vor. „Der Kreis Coesfeld verfügt über ein ausgezeichnetes Sozialleistungssystem und dennoch gibt es auch bei uns im ländlichen Raum junge Menschen, die von diesen ganzheitlichen Hilfsangeboten nicht oder nur teilweise erreicht werden“, erläutert Johanna Frenk. Hierfür stelle das Projekt Respekt eine gute Ergänzung dar.

Aus früheren Tätigkeiten in verschiedenen Aufgabenfeldern der Sozialarbeit können die studierten Sozialarbeiter/-innen viele Erfahrungen und Kenntnisse für die Arbeit im Projekt RESPEKT mitbringen. Im Pressegespräch zeigten die drei Teammitglieder anhand von Praxisbeispielen das Konzept ihrer Herangehensweise, das den jungen Menschen mit seinen Fähigkeiten und Talenten in den Mittelpunkt stelle. Jan Wegeng: „Die Teilnehmer haben hier am Standort nun die Möglichkeit, ohne Verpflichtungen, ohne Druck und ohne Sanktionen Perspektiven für ihren zukünftigen Lebensweg zu erarbeiten.“


Um junge Menschen, die sich als Teilnehmer des Projektes herausstellen, zu erreichen und Kontakte herzustellen, wird in Nottuln ein Frühstück angeboten, das konzeptionell als „Frühstück zum Wochenstart“ benannt ist und als Anlaufstelle in den Begegnungsraum am Standort Nottuln (Oststraße 5) führt. „Durch niedrig schwellige Angebote ermöglichen wir gegenseitiges Kennenlernen, aus denen eine vertrauensvolle Arbeitsbeziehung zu den jungen Menschen aufgebaut werden kann“, so Projektleiterin Andrea Arndt. „Mit diesem Projekt haben die Teilnehmer die Chance, sich langfristig, in vielfältiger und individueller Weise auf ihren Weg in ein selbstbestimmtes Berufsleben begleiten zu lassen.“

Berichte des Teams von ersten Erfahrungen mit Teilnehmer/-innen und von den vermehrten Anfragen durch verschiedene Netzwerkpartner zeigten die Notwendigkeit des Bedarfes auch im ländlichen Raum.

Zielgruppe

Junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren mit sozialen Benachteiligungen oder individuellen Beeinträchtigungen, die

  • aufgrund dieser Benachteiligungen oder Beeinträchtigungen Schwierigkeiten haben, eine schulische oder berufliche Qualifikation zu erreichen oder abzuschließen oder ins Arbeitsle-ben einzumünden,
  • von Hilfeangeboten nicht erreicht werden oder diese nicht annehmen und
  • Leistungen zum Lebensunterhalt aus dem SGB II erhalten oder erhalten würden, wenn sie solche beantragten oder diese nicht aufgrund von Sanktionen versagt worden wären.


Umsetzung

Mit Hilfe zusätzlicher Betreuungs- und Unterstützungsleistungen soll diese Zielgruppen eine Chance bekommen, für eine gelingende Eingliederung in Bildungsprozesse, Leistungen der aktiven Arbeitsförderung, Ausbildung oder Arbeit.

In Nottuln gibt es nun eine feste Anlaufstelle mit offenem Begegnungs- und Beratungsbereich. Dar-über hinaus wird ein mobiles Angebot installiert (Beratungsbus), das die aufsuchende Arbeit unter-stützt und niedrigschwellige Angebote (Café, Aktivitäten, Beratung) bietet. Für die Teilnehmer des Projektes RESPEKT ist eine 24-stündige Erreichbarkeit sichergestellt.

Gefördert von der Bundesministerin für Arbeit und Soziales aufgrund
eines Beschlusses des Deutschen Bundestages



Text: Johanna Frenk / rk
Foto: Marlene Böcker (Kolping-Bildungswerk / RESPEKT)

Das Kolping-Bildungswerk konnte zur Eröffnung des Standortes Nottuln für das Pilotprojekt „RESPEKT – Mach Dein Ding!“ auch Vertreter der Gemeinde Nottuln begrüßen. Im Bild stehend (v. li.): Uwe Slüter (Geschäftsführer des Kolping-Bildungswerkes), Manuela Mahnke (Bürgermeisterin der Gemeinde Nottuln), Jan Wegeng und Johanna Frenk (Team RESPEKT), Christoph Irzik, (Geschäftsführer von A&Qua, als Gastgeber des Bürostandortes). Sitzend: Benedikt Gellenbeck (Fachbereichsleiter für Schule und Soziales der Gemeinde Nottuln), Andrea Arndt (Projektleiterin RESPEKT), Doris Schmitz (Team RESPEKT).   Foto: Marlene Böcker (Kolping-Bildungswerk / RESPEKT) zoom
Das Kolping-Bildungswerk konnte zur Eröffnung des Standortes Nottuln für das Pilotprojekt „RESPEKT – Mach Dein Ding!“ auch Vertreter der Gemeinde Nottuln begrüßen. Im Bild stehend (v. li.): Uwe Slüter (Geschäftsführer des Kolping-Bildungswerkes), Manuela Mahnke (Bürgermeisterin der Gemeinde Nottuln), Jan Wegeng und Johanna Frenk (Team RESPEKT), Christoph Irzik, (Geschäftsführer von A&Qua, als Gastgeber des Bürostandortes). Sitzend: Benedikt Gellenbeck (Fachbereichsleiter für Schule und Soziales der Gemeinde Nottuln), Andrea Arndt (Projektleiterin RESPEKT), Doris Schmitz (Team RESPEKT). Foto: Marlene Böcker (Kolping-Bildungswerk / RESPEKT)

Gut zu wissen!

Ansprechpartner für den Standort Nottuln:

  • Johanna Frenk, Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin B.A.,
  • Doris Schmitz, Dipl. Sozialarbeiterin
  • Jan Wegeng, Sozialpädagoge/Sozialarbeiter B.A.

Oststraße 5, Nottuln
Tel.: 02502 – 231845

 
 

Anschrift

Kolpingwerk Diözesanverband Münster e.V.
Gerlever Weg 1
D-48653 Coesfeld

Kontakt

Telefon: 02541 / 803-01
Telefax: 02541 / 803-414
E-Mail: info@kolping-ms.de

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